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Das richtige Raumklima für Parkett – Warum Temperatur und Luftfeuchtigkeit so wichtig sind

  • Autorenbild: Alexander Moltschun
    Alexander Moltschun
  • 25. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Parkett ist ein Naturprodukt. Jeder einzelne Holzboden lebt, arbeitet und reagiert auf seine Umgebung. Genau das macht Parkett so einzigartig – gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer und Optik des Bodens haben.

Wer lange Freude an seinem Parkett haben möchte, sollte deshalb auf ein gesundes Raumklima achten.

Holz arbeitet – das ist völlig normal

Holz nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. Dadurch dehnt sich das Parkett leicht aus oder zieht sich zusammen. Dieses natürliche Verhalten lässt sich nicht verhindern – und ist kein Mangel, sondern eine normale Eigenschaft eines Naturprodukts.

Deshalb werden Parkettböden immer mit einer Dehnungsfuge zu den Wänden verlegt. Diese ermöglicht dem Boden, sich bei klimatischen Veränderungen frei zu bewegen.

Die ideale Raumtemperatur

Für Menschen und Parkett gelten nahezu die gleichen Wohlfühlbedingungen.

Empfohlen werden:

  • Raumtemperatur: 18 bis 22 °C

  • Bodenoberflächentemperatur bei Fußbodenheizung: maximal 27 °C

Eine dauerhaft zu hohe Temperatur trocknet das Holz unnötig aus und kann zu stärkeren Fugenbildungen führen.

Die optimale Luftfeuchtigkeit

Der wichtigste Faktor für einen langlebigen Parkettboden ist die Luftfeuchtigkeit.

Optimal sind:

  • 45 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit

In diesem Bereich bleibt das Holz weitgehend formstabil und behält seine natürliche Schönheit.

Ist die Luft zu trocken...

Vor allem während der Heizperiode sinkt die Luftfeuchtigkeit häufig unter 40 %.

Dadurch kann das Holz:

  • Fugen bilden

  • leicht schrumpfen

  • knarrende Geräusche entwickeln

  • stärker arbeiten als üblich

Diese Veränderungen sind häufig saisonbedingt und verschwinden oftmals wieder, sobald sich das Raumklima normalisiert.

Ist die Luft zu feucht...

Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft deutlich über 60 %, nimmt das Holz Feuchtigkeit auf.

Dadurch kann es:

  • leicht aufquellen

  • sich ausdehnen

  • Spannungen im Boden erzeugen

  • im Extremfall Verformungen verursachen

Gerade Neubauten oder frisch renovierte Gebäude sollten deshalb erst vollständig ausgetrocknet sein, bevor ein Parkettboden verlegt wird.

Fußbodenheizung und Parkett

Ein moderner Parkettboden eignet sich hervorragend für eine Warmwasser-Fußbodenheizung.

Wichtig ist dabei jedoch:

  • langsames Auf- und Abheizen

  • keine schnellen Temperaturwechsel

  • Oberflächentemperatur maximal 27 °C

  • ein gleichmäßiges Raumklima

Besonders in den Wintermonaten empfiehlt sich zusätzlich ein Luftbefeuchter, damit das Holz nicht unnötig austrocknet.

So schützen Sie Ihren Parkettboden

Mit wenigen Maßnahmen bleibt Ihr Boden viele Jahre schön:

  • Raumtemperatur möglichst konstant halten

  • Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 % halten

  • Im Winter bei Bedarf Luftbefeuchter verwenden

  • Regelmäßig stoßlüften

  • Keine extreme Hitze direkt auf den Boden wirken lassen

  • Wasser niemals längere Zeit auf dem Parkett stehen lassen

Unser Tipp vom Boden-Werk

Ein hochwertiger Parkettboden begleitet Sie oft über mehrere Jahrzehnte. Mit dem richtigen Raumklima schützen Sie nicht nur Ihren Boden, sondern schaffen gleichzeitig ein angenehmes und gesundes Wohnklima für die ganze Familie.

Sie haben Fragen zur Pflege Ihres Parketts oder möchten einen neuen Holzboden verlegen lassen? Wir beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen dabei, den passenden Boden für Ihr Zuhause zu finden.

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